Wie können Armaturen dazu beitragen, sicheres und gesundes Trinkwasser zu gewährleisten? Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihren Kunden über die Wasserqualität sprechen können.

In den vergangenen Jahren setzte sich die EU für die Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Europa ein und erklärte qualitativ hochwertiges, sicheres und ausreichendes Trinkwasser zu einem wesentlichen Bestandteil für unser tägliches Leben.    

Besonders für die Zubereitung von Getränken und Mahlzeiten in Wohnhäusern und gewerblichen Gebäuden muss Wasser frei von chemischen Zusätzen und Keimen sein, die die Gesundheit gefährden könnten.

How can fixtures help ensure safe and healthy drinking water? Here's how to talk to your customers about water quality. 

Dank wichtiger gesetzlicher Richtlinien wie der EU-Trinkwasserrichtlinie wird das Wasser, das aus unseren Armaturen kommt, sorgfältig überwacht, um hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten und uns vor verunreinigtem Wasser zu schützen.

Aber wann können wir Wasser sicher genießen? Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihren Kunden über sicheres Trinkwasser sprechen können.

 

Wie kann stehendes Wasser die Wassersicherheit gefährden?

Unser Trinkwasser ist ein natürliches Produkt des Wasserkreislaufs und daher nicht zu 100 Prozent keimfrei.

Auch nach der Aufbereitung in den Wasserwerken enthält es geringe Konzentrationen von Mikroorganismen. Im Allgemeinen sind diese harmlos und stellen kein Gesundheitsrisiko dar.

Wenn Trinkwasser jedoch mehrere Stunden in den Leitungen steht, stagniert es. So entstehen ideale Bedingungen für die Entwicklung und Vermehrung von Mikroorganismen, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Endverbraucher darstellen.

Legionellen sind beispielsweise weit verbreitete Bakterien, die in geringen Konzentrationen ein natürlicher Bestandteil von Oberflächen- und Grundwasser sind und auch im Trinkwasser vorkommen können.

Erhöhte Wassertemperaturen und lange Verweilzeiten des Wassers begünstigen in der Regel die Vermehrung von unerwünschten Stoffen und Bakterien in Wasserleitungen.

Mikroorganismen aus kontaminierten Stagnationsbereichen können in regelmäßig genutzte Leitungsabschnitte gelangen. Hier gefährden sie die Qualität des Trinkwassers und erhöhen das Infektionsrisiko.

Private Haushalte sind besonders anfällig für Wasserstagnation, wenn Installationen längere Zeit nicht genutzt wurden (beispielsweise in der Gästetoilette, Ferienhäusern oder leerstehenden Wohnungen). Dies gilt genauso für öffentliche Gebäuden, wie Hotels, Restaurants oder Schulen während der Ferien.

 

Wie lässt sich die Stagnation von Wasser verhindern?

Sorgen Sie für einen regelmäßigen Wasserfluss, um zu vermeiden, dass Wasser lange in den Leitungen steht.

Nach einem Befall mit Legionellen oder anderen Bakterien kann es äußerst zeit- und kostenintensiv werden, die Trinkwassersicherheit innerhalb des Gebäudes wiederherzustellen, insbesondere bei größeren Gebäudekomplexen.  

Folgendes können Sie als Gebäudeeigentümer oder privater Nutzer tun:

Nach vier  Stunden: Wenn Wasser länger als vier Stunden in den Leitungen steht.

  • Wasser, das länger als vier Stunden in den Leitungen steht, sollte nicht zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen verwendet werden.
  • Damit Stagnationswasser abläuft, lassen Sie den Wasserhahn so lange laufen, bis das Wasser über Ihre Finger abkühlt. Sie erkennen Frischwasser an einer kühleren Temperatur.

Legionellen vermehren sich sehr langsam in kaltem Wasser bei Temperaturen unter 20 °C und sterben ab etwa 70 °C ab. Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C können jedoch zu einer hohen Konzentration von Legionellen führen, die die Gesundheit der Nutzer und die Sicherheit des Trinkwassers beeinträchtigt.

Nach drei TagenWenn Wasser länger als drei Tage in den Leitungen steht.

  • Öffnen Sie die Armatur und lassen Sie das Wasser mehrere Minuten laufen, um sicherzustellen, dass das Trinkwasser im Leitungssystem und in der gesamten Installation vollständig ausgetauscht wird.

 Nach vier Wochen: Wenn Wasser länger als vier Wochen in den Leitungen steht.

  • Stellen Sie die Leitungen ab, bevor Sie das Haus verlassen. Spülen Sie die Leitungen, wenn Sie sie wieder öffnen.

Besonders bei längerer Abwesenheit und damit verbundener Nichtnutzung, wie in Ferienwohnungen, Hotels oder Gästebadezimmern, kann eine automatische Spülung dafür sorgen, dass die Leitungen regelmäßig gespült werden.

Wie können Ihre Kunden manuelle Spülungen umgehen?

Manuelle Spülungen sind besonders in großen öffentlichen Gebäuden sehr zeitintensiv. Und obwohl sie für die Gewährleistung einer optimalen Wassersicherheit entscheidend sind, werden sie oft vernachlässigt.

Um ein zuverlässiges, komfortables und effizientes Benutzererlebnis zu gewährleisten, sind viele Armaturen von HANSA mit einer automatischen Spülfunktion ausgestattet. So können Ihre Kunden Spülintervalle, Spüldauer und Reinigungszeit ganz leicht über eine Bluetooth-Verbindung mit der HANSA App organisieren (beispielsweise durch Einstellen eines festen Spülintervalls, das automatisch alle 72 Stunden aktiviert wird).

Unser Produktexperte Goran Radman erklärt Ihnen, wie Sie mit der HANSA Conntect App einen automatischen Spülplan erstellen:

 

 

Planen Sie wöchentliche oder tägliche automatische Spülungen mit der HANSA Connect App.

 

Welchen Einfluss hat das Material einer Armatur auf die Wasserqualität?

Aus dem Material der Armatur können sich kleine Mengen an Chemikalien lösen und die Wasserqualität beeinträchtigen.

Häufig machen sich Kunden Sorgen über Spuren von Blei, die ins Trinkwasser gelangen können – beispielsweise, wenn bleihaltige Sanitärmaterialien wie Leitungen, Armaturen und Installationen im Laufe der Zeit rosten.

Daher müssen Armaturen strenge Qualitätsrichtlinien einhalten, um die Trinkwassersicherheit zu gewährleisten.

 

Welche Materialien gewährleisten die Trinkwassersicherheit zuverlässig? 

Eine wichtige Norm für die hergestellten Materialien ist die 4MS Common Composition List, die Materialien klassifiziert, die EU-Normen entsprechen.

Für Leitungen werden in der Regel folgende Materialien in Trinkwasserinstallationen verwendet:

▸Kupfer 

Edelstahl

Kunststoffe

Außenbestandteile

Für äußere Teile, Abdeckungen und Hebel werden vor allem entzinkungsbeständiges Messing (DZR-Messing) oder verchromtes Zink verwendet.

Je nach Qualität ist Wasser langfristig recht aggressiv und kann das Zink aus der Messinglegierung herauswaschen. Daher sind hochwertige Armaturen mit besonders beständigem MS63-Messing ausgestattet.

MS63-Messing ist eines der besten Materialien, die im Sanitärbereich verwendet werden und ist nicht nur wegen seiner extremen Haltbarkeit, sondern auch in Hinblick auf die Gewährleistung der Trinkwassersicherheit eine gute Investition. Neben einer Reduktion der Kontaminierung des Wassers mit Zink sorgt es auch für eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit und vermindert das Risiko des Lochfraßes.

Die Verwendung von hochwertigen Materialien aus DZR-Messing macht die HANSARONDA zu einer sicheren Armaturenlösung.Die Verwendung von hochwertigen Materialien aus DZR-Messing macht die HANSARONDA zu einer sicheren Armaturenlösung.

 

Ihre Kunden wünschen höchste Wasserreinheit? Dann sind bleifreie Produkte und nickelfreie Wasserwege die beste Wahl. Am HANSAPROTEC Label erkennen Sie die Produkte unseres Sortiments, die weniger als 0,3 Prozent Blei enthalten und so den Bleigehalt in der Wasserversorgung so niedrig wie möglich halten.

Am HANSA Protec Label erkennen Sie die Produkte unseres Sortiments, die weniger als 0,3 Prozent Blei enthalten und so den Bleigehalt in der Wasserversorgung so niedrig wie möglich halten.Innenbauteile

Für Innenbauteile wie Kartuschen, Ventile, Strahlregler und Leitungen werden verschiedene Arten von Polymeren verwendet, um einen hohen Hygienestandard zu gewährleisten.

Im Inneren des Auslaufs werden in der Regel PSU/PPSU- und POM-Kunststoffe verwendet — wegen ihrer hervorragenden chemischen Eigenschaften. Diese Kunststoffe sind eine äußerst hygienische Wahl für Bauteile, die mit Wasser und Lebensmitteln in Berührung kommen: Sie verringern die Möglichkeit des Kontaktes zu chemischen Mikroben und sind gegen Feuchtigkeit und Schimmel resistent.

Um die Wasserreinheit weiter zu verbessern und schädliches mikrobielles Wachstum zu verringern, sind alle wasserexponierten Kunststoffe mit lokalen Zertifikaten wie KTW- und W270-Zulassungen ausgezeichnet.

Die sorgfältige Auswahl der richtigen Materialien und regelmäßige Spülintervalle sind entscheidend für eine hohe Wasserreinheit. Machen Sie sich mit den chemischen Eigenschaften und Funktionen Ihrer Armaturen vertraut, um eine sichere und schadstofffreie Wasserversorgung für Ihre Kunden zu gewährleisten.

Entdecken Sie Armaturen für nachhaltige Badezimmer

 

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